Ben is Back

Länge:
103 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
10.01.2019
Regie:
Peter Hedges
Darsteller:
Lucas Hedges (Ben), Julia Roberts (Holly), Kathryn Newton (Ivy), Courtney B. Vance (Neal), Rachel Bay Jones (Beth)
Genre:
Drama
Land:
USA, 2018

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür – ebenso wie der drogenabhängige Ben, der gerade eine Entzugstherapie macht und seiner Familie an den Feiertagen einen unangekündigten Besuch abstattet. Während seine Schwester und sein Stiefvater auf sein Erscheinen mit Skepsis reagieren, empfängt ihn seine Mutter Holly mit offenen Armen – wohl wissend, dass der häusliche Frieden durch sein Auftauchen aus dem Gleichgewicht geraten könnte. Trotz kleiner Unstimmigkeiten scheint der besinnliche Abend aber seinen geplanten Gang zu nehmen. Doch dann wird Ben nach dem Weihnachtsgottesdienst von seinen Verstrickungen in die lokale Drogenszene heimgesucht. Um den familiären Frieden wiederherzustellen, sieht sich der junge Mann zu einem riskanten Schritt gezwungen, bei dem ihm die besorgte Holly unbedingt zur Seite stehen will.

Filmemacher Peter Hedges, der für seine Drehbucharbeit an der Nick-Hornby-Adaption „About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente“ eine Oscar-Nominierung erhielt, entwirft mit „Ben is Back“ ein unter die Haut gehendes Drogendrama, das sich vor allem auf das komplexe, emotional aufwühlende Mutter-Sohn-Verhältnis konzentriert. Julia Roberts („Wunder“, „Money Monster“, „Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel“) und Lucas Hedges („Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, „Lady Bird“, „Manchester by the Sea“), der Filius des Regisseurs, ziehen den Zuschauer mit ihrem feinfühligen wie kraftvollen Zusammenspiel in die Geschichte hinein und bringen das innige Band, aber auch die große Angst ihrer Figuren vor neuerlichen Enttäuschungen glaubhaft zum Ausdruck. Die intime Erzählung ist auch deshalb sehenswert, weil sie nach und nach über Andeutungen und kurze Begegnungen einen nur vordergründig intakten Kleinstadtkosmos mit einem brüchigen Beziehungsgeflecht offenlegt. Gerade vor dem Hintergrund der lange Zeit behutsamen Vorgehensweise ist es etwas bedauerlich, dass „Ben is Back“ in der zweiten Hälfte eine leicht plakative, nicht ohne Klischees auskommende Thriller-Richtung einschlägt. Die Spannungsschraube dreht Peter Hedges dabei zweifelsohne an. Mit Blick auf das intensive Ringen zwischen Mutter und Sohn hätte es die Hinwendung zum konventionellen Nervenkitzel aber nicht gebraucht.

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