In Berlin wächst kein Orangenbaum

Länge:
94 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Kida Khodr Ramadan
Darsteller:
Kida Khodr Ramadan (Nabil), Emma Drogunova (Juju), Stipe Erceg (Ivo), Raymond Tarabay (Hakim), Anna Schudt (Cora) u.a.
Genre:
Drama
Land:
Deutschland, 2020

Worum es in „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ geht:


Ein Knast in Berlin. Herr Ibrahim hat offenkundig ein gutes Verhältnis zum Vollzugsbeamten, spricht aber mit den Mitgefangenen ebenso wenig wie mit den Aufsehern. Herr Ibrahim ist schwer krank, hat nicht mehr lange zu leben, heißt es. Weil er schon 15 Jahre abgesessen hat, stellt sein Anwalt einen Antrag auf vorzeitige Entlassung. Und tatsächlich findet er sich bald in Freiheit wieder.

Nach und nach erfährt man: Nabil Ibrahim war nicht der Schuldige, er hat dichtgehalten, den Täter gedeckt und für ihn die Strafe abgesessen. Nun will er wenigstens die ihm zustehende Beute. Denn er braucht teure Medikamente und will außerdem für seine ehemalige Freundin Cora sorgen. Cora hat eine 17-jährige Tochter: Jojo wächst ohne Vater auf und Nabil ahnt schnell, dass es sich um seine Tochter handeln könnte. Umso mehr fühlt er sich in der Verpflichtung, will sich vom Expartner in crime Ivo nicht länger hinhalten lassen. Und Jojo? Die hat das ostdeutsche Kaff satt und erfüllt sich gemeinsam mit Nabil den Traum eines Ausflugs nach Berlin. Jojo verliebt sich, Nabil verstrickt sich – jedenfalls halten die beiden zusammen.


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Der seit Jahren bekannte Schauspieler Kida Khodr Ramadan (u.a. „Kebab Connection“„Knallhart“) ist für die Idee, das Drehbuch, Regie und Produktion des Films verantwortlich. Stark ist „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ vor allem dann, wenn Ramadan als Nabil überwiegend schweigt, die Zuschauenden aber auch ohne Worte die Gefühle dieser Figur erahnen. Nach Nabils Entlassung aus dem Knast kommen die Probleme dann allerdings arg gebündelt daher: Eine alkoholkranke Exfreundin. Eine Tochter, von der er nichts wusste und die keine Ahnung hat, dass er ihr Vater ist. Ein Exkumpan, der, umgeben von perspektiv- wie skrupellosen Handlangern, weiter kriminelle Dinger dreht. Einziger warmherziger Lichtblick ist der libanesische Onkel. Dass sich alles zu einem gerecht erscheinenden Ende auflöst, bei dem Jojos neue Liebe Karl keine unerhebliche Rolle spielt, wirkt märchenhaft, hinterlässt aber bei den Zuschauenden ein gutes Gefühl. Unterstützt wird der Cast durch bekannte Gesichter von Frederick Lau über Tom Schilling bis Anna Schudt und Thorsten Merten. Der für die ARD produzierte Film feierte seine Premiere beim Filmfest München 2020.

Gabi Brandt

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Sprachen: Deutsch

Streaming-Anbieter

Angaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (37. Woche 2021).