Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss

Länge:
88 Minuten (Blu-ray: 88 Minuten)
Altersempfehlung:
Ab 10 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 6 Jahren
Kinostart:
30.06.2022
Regie:
Kyle Balda
Darsteller:
/
Genre:
Animation , Action , Komödie
Land:
USA, 2022

Vom Sidekick zum Superstar – die Karriere der kleinen gelben Wesen mit den großen Augen, den dicken Stahlbrillen und den blauen Latzhosen ist wirklich unglaublich. Und vielleicht am unglaublichsten ist, dass es immer noch Spaß macht, ihnen bei ihren Missgeschicken zuzusehen. Jetzt kommt endlich das langerwartete Sequel zu „Minions‟ ins Kino. Oder man könnte auch sagen: das Prequel zu „Ich – Einfach unverbesserlich‟. Denn schließlich haben die kleinen Helferlein, deren Sinn darin besteht, einem Schurken zu dienen, ihr Ziel am Ende des ersten Teils ja erreicht und den zwölfjährigen Gru zu ihrem neuen (Mini-)Boss auserkoren.


Darum geht es in „Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss‟:


Ja, Gru ist hier noch ein Kind, hat aber schon große Träume. Er will Supergangster werden. Genau da, wo „Minions‟ aufhört, macht die Fortsetzung nun weiter. Zum Schrecken von Grus Mutter ziehen die Minions bei ihm ein. Und etwas Unterstützung kann Gru gerade wirklich gut gebrauchen. Nicht nur, weil seine Mutter sich lieber um ihren Yoga-Lehrer kümmert, sondern auch, weil gerade ein Platz in seinem Lieblingsschurkenteam – den Fiesen 6 – freigeworden ist und nun das Casting für die Nachfolge ansteht. Aber es kommt, wie es kommen muss: Die berühmten Gauner lachen den zwölfjährigen Jungen aus, bevor er zeigen kann, was er drauf hat. Doch der enttäuschte Gru nutzt seine Chance. In einem kurzen Moment der Ablenkung schnappt er sich ein wertvolles Amulett der Fiesen 6 – und macht sich aus dem Staub. Und das gibt Ärger. Nicht nur, weil die Fiesen 6 nun hinter ihm her sind, sondern auch, weil er von dem Superschurken Wilder Knöchelknacker entführt wird. Jetzt braucht der Mini-Boss Hilfe – und die kommt, na klar, von den Minions.


Lohnt sich der neue Minions-Film für dich?


Die Handlung klingt Banane? Zumindest ist sie nicht sonderlich wichtig oder originell. Aber wer braucht schon eine tiefgreifende Handlung, wenn wir auch ein paar Minions dabei zusehen können, wie sie das tun, was sie am besten können: einfach nur herumalbern und Blödsinn machen (oder neu: herzerweichend gucken). Noch immer funktioniert es am besten, wenn der Film hemmungslos Slapstick zeigt. Wenn die Minions etwa als Piloten mit einem Flugzeug fliegen. Oder wenn sie sich von einer Kung-Fu-Meisterin ausbilden lassen. Das Ganze noch aufgepeppt mit reichlich 1970er-Jahre-Style, mit grellen Farben, steilen Frisuren, weiten Hosen, Anleihen an alte James-Bond- und asiatische Kampfsportfilme und vor allem funkige Musik – und der gegenwärtige 1980er-Hype hat mal kurz Sendepause. Dass nicht alle Gags zünden, liegt auch an der schieren Menge und ist nicht weiter verwunderlich. Und auch Grus Geschichte gerät in all dem Trubel ein wenig aus dem Blick, obwohl auch diese spannend wäre. Schließlich findet Gru in dem Knöchelknacker so etwas wie einen Vaterersatz und auch ein paar Lücken zu den „Ich – Einfach unverbesserlich‟-Filmen werden geschlossen. Aber um Gru geht es ja hier auch nicht in erster Linie, sondern um kurzweilige Unterhaltung und pure gelbe Lebensfreude.

Stefan Stiletto

Anbieter

FilmverleihUniversal