Nope

Länge:
130 Minuten (Blu-ray: 130 Minuten)
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
11.08.2022
Regie:
Jordan Peele
Darsteller:
Daniel Kaluuya (OJ Haywood), Keke Palmer (Emerald Haywood), Steven Yeun (Ricky "Jupe" Park), Brandon Perea (Angel Torres), Michael Wincott (Antlers Holst)
Genre:
Horror , Science-Fiction
Land:
USA, 2022

Dressierte Pferde, ein tollwütiger Affe und verdächtige Wolken am Wüstenhimmel. Jordan Peele bewegt sich mit seinem dritten Langfilm irgendwo zwischen „Twin Peaks“ und „Independence Day“ und garniert das Ganze mit einer Prise Nope.


Darum geht es in „Nope“:


Die Haywoods waren da, als das Kino geboren wurde. Die allererste Bewegtbildaufnahme zeigt einen ihrer Ahnen reitend auf einem Pferd. Ein Pferd, das Familie Haywood höchstselbst trainiert hat. Und auch heute noch dressiert das kleine Familienunternehmen Pferde für Kinoaufnahmen, auch wenn der Firmenname Hollywood Horses nur noch wie ein Euphemismus scheint, der an längst vergangene Zeiten erinnert. So lebt und arbeitet die Familie vor sich hin, bis Vater Otis eines Tages von einer Münze erschlagen wird, die – angeblich – aus einem Flugzeug gefallen ist. Sohnemann OJ vermutet mehr hinter dem mysteriösen Tod seines Vaters und muss bald, zusammen mit seiner Schwester Emerald, feststellen, dass er absolut richtig liegt …


Lohnt sich der Film für dich?


Jordan Peele hat mit „Get out“ und „Wir“ zwei sehr unterschiedliche, doch beide dem Horrorgenre zuzuordnende, Filme vorgelegt. Dem Genre bleibt Peele treu, doch auch bei „Nope“ ist wieder alles anders. So erweist sich die Geschichte, die er erzählt – ohne zu viel vorwegzunehmen – als überraschend straight und geradezu konventionell, ist jedoch in keinster Weise so inszeniert. In weiten Teilen wirkt es so, als hätte sich Peele mit David Lynch, Christopher Nolan und M. Night Shayamalan den Regiestuhl geteilt. Mit bombastischer Sounduntermalung hetzt Peele seine Protagonist*innen durch die Wüste und durch den ein oder anderen WTF-Moment, den Zuschauende vielleicht tatsächlich mit einem kopfschüttelnden ‚Nope‘ kommentieren. Ein Gag, der im Film selbst leider (vielleicht auch aufgrund der deutschen Synchronisation) nicht so gut funktioniert.

Frederik Schwarzer

Anbieter

FilmverleihUniversal