Die Hüterin der Wahrheit 2

Länge:
92 Minuten (Blu-ray: 96 Minuten)
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Ask Hasselbalch
Darsteller:
Jakob Oftebro (Nicodemus), Rebecca Emelie Sattrup (Dina), Dejan Cukic (Sezuan), Allan Hyde (Davin), Agnes Kittelsen (Melussina), Stina Ekblad (Lizea), Bertil Smith (Drakan)
Genre:
Fantasy , Abenteuer , Historienfilm , Videopremiere
Land:
Dänemark, 2019

Vorlage für diese Fantasy-Fortsetzung ist Lene Kaaberbøls Jugendroman „Skammerens datter II: Slangens gave“, der derzeit in dänischer und englischer Sprache, leider noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich ist. Das Mädchen Dina ausgestattet mit der besonderen Gabe, in den Augen anderer Menschen, deren Sünden und Schwächen zu erkennen, wird abermals herausgefordert, ihre Familie und ihre Heimat vor skrupellosen, machthungrigen Bösewichtern zu retten. Die Welt der schwarzen Magie wird hier für sie eine besondere Rolle spielen.

Im Fürstentum Dunark sorgt der selbsternannte Fürst Drakan weiterhin für Angst und Schrecken, gelenkt von der eigentlichen Intrigantin, seiner Mutter Lizea. Getrieben von Hassgedanken, sind sie auf der Jagd nach Nicodemus von Raven, letzter Überlebender des Geschlechts und rechtmäßiger Thronfolger, der ihre Machtinteressen als einziger vereiteln könnte. Gleichzeitig schüren sie alte Fehden zwischen Hoch- und Tiefländern, verfolgen die Getreuen von Nicodemus gnadenlos und kerkern sie auf der Sagisburg ein. Hier müssen sie als Sklaven in der Waffenschmiede von Drakan arbeiten, der einen großen Eroberungsfeldzug plant.
Auch das Versteck in dem Prinz Nicodemus sowie Dina mit ihrer Familie bislang Zuflucht fanden, fliegt eines Tages auf. Nicodemus und Dinas Bruder Davin werden als Gefangene zur Sagisburg gebracht, alle anderen können flüchten. Gegen den Willen ihrer Mutter Melussina, macht Dina sich auf den Weg zur Festung, um Davin und Nicodemus zu befreien. Helfen soll ihr dabei die Kunst der schwarzen Magie, so empfiehlt es zumindest Sezuan, der große Magiermeister, der zudem behauptet, Dinas Vater zu sein. Er will Dina unterrichten, damit sie in die uneinnehmbare Festung gelangen kann, an deren Fuß ein Ungeheuer haust. Nur so hat sie seiner Meinung nach überhaupt eine Chance gegen Drakan und seine Helfer. Durch die Ankunft ihres Vaters gerät Dina in einen großen Konflikt. Sie weiß nicht, ob sie dem Meister der schwarzen Magie trauen kann. Zudem hat sie ihrer Mutter fest versprochen, sich von der „Gabe der Schlange“ fernzuhalten.


Auch der zweite Teil um die junge Beschämerin Dina, jetzt 15jährig, will mehr sein, als ein Kostümfilm, in mittelalterlicher Kulisse, angereichert um Spezialeffekte. Deshalb hat das neue Autorenteam im Drehbuch vor allem die Hauptfiguren der „guten Seite“ in ihren Charakterzügen sorgfältig ausgearbeitet und moralische wie emotionale Aspekte betont. So ist die Zerrissenheit Dinas, die Gaben ihrer Eltern einschätzen und bewerten zu lernen, glaubhaft entwickelt und von der jungen Darstellerin Rebecca Emilie Sattrup überzeugend in allen Schattierungen gespielt. Einem jungen Publikum, das genau wie Dina in der Ablösung vom Elternhaus steht und eigene Entscheidungen treffen muss, kann sie als Vorbild dienen.
Ihr Gegenspieler Drakan nimmt als Person im Fortsetzungsfilm eher eine untergeordnete Rolle ein, dafür treten seine Handlanger in ihrer Brutalität und Herzlosigkeit umso massiver auf. In der bedrohlichen, Fleisch fressenden Seeschlange wird das Böse bildlich gefasst und im dramaturgischen Spannungsbogen auf den Höhepunkt getrieben. Der Kampf zwischen Gut und Böse, präsentiert sich vielschichtig und feinsinnig entwickelt, setzt nicht nur auf äußere Schauwerte, sondern lässt Raum und Zeit, sich auf die Figuren einzulassen, deren Beweggründen nachzuspüren und sich mit ihren gegensätzlichen Werten und Grundhaltungen auseinanderzusetzen.


Hinter Fantasyfilmen der großen Studios mit hohen Budgets muss sich auch „Die Hüterin der Wahrheit 2“ nicht verstecken. Locations, Ausstattung, Kostüme und Masken ordnen sich der Handlung authentisch unter, die Figuren sind glaubwürdig. Die Kinobilder büßen nichts von ihrer großen Kraft ein, auch wenn sie für Fantasy-Kenner zuweilen Anleihen aus anderen Verfilmungen vermuten lassen.


               

Kristin Langer

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Sprachen: Deutsch, Dänisch

Untertitel: Deutsch

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13. Woche 2019).