Aniara

Länge:
102 Minuten (Blu-ray: 106 Minuten)
Altersempfehlung:
Ab 16 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Pella Kagerman,Hugo Lilja
Darsteller:
Emelie Jonsson, Bianca Cruzeiro, Arvin Kananian, Annelie Martini, Jenne Silverhjelm, Emma Bromme
Genre:
Science-Fiction
Land:
Schweden, Dänemark , 2018

Im schwedischen Science-Fiction-Film „Aniara“ ist das, wovor Klima-Aktivistin Greta Thunberg warnt, bereits Realität: Stürme und Überschwemmungen zerstören die menschliche Zivilisation. Wetterextreme erzeugen Dürre und Flächenbrände, durch die den Menschen die wichtigsten Lebensgrundlagen entzogen werden. Hitze und Kälte lassen den einst blauen Planeten eisgrau werden. Nun ist die Erde für die Menschheit so unbewohnbar wie der Mond.

Nur wenige Auserwählte dürfen mit dem riesigen Raumtransporter Aniara, dessen Innenleben eher einem Kreuzfahrtschiff gleicht, zum menschlichen Außenposten im All, zum Mars reisen. Dort sollen sie helfen, eine neue menschliche Zivilisation zu begründen. Unter den Weltraumreisenden ist auch eine Mentaltrainerin. Sie wird Mimarobe genannt, weil sie die Reisenden in die sogenannte MIMA-Hall einweist. Mit Hilfe der MIMA-Maschine können die Passagiere zur Ruhe kommen und sich auf ihre Erinnerungen an die Erde vor der Klimakatastrophe besinnen.

Eigentlich sollte die Reise der Aniara zum Mars nur drei Wochen dauern, doch nach einem Reaktorunfall im Triebwerk taumelt das gigantische Raumschiff nun manövrierunfähig durchs All. Nach anfänglicher Panik nehmen die Passagiere schließlich das eingeschränkte Leben im Raumschiff an. MIMA, die Mentalmaschine, hilft ihnen dabei, sich jenseits der ewigen Dunkelheit an die schöne alte Welt auf der Erde zu erinnern. Doch auch die Erinnerungen und Gedanken der Menschen, die die Maschine zu verarbeiten hat, werden immer düsterer. MIMA kann die bösen Eindrücke irgendwann nicht mehr aushalten und explodiert. Dies bleibt nicht ohne Folgen! Immer mehr Menschen an Bord begehen Selbstmord. Das Leben im Raumschiff ist desolat geworden. Rettung scheint nicht in Sicht.

„Aniara“ gründet sich auf die Versdichtung „Aniara. Eine Revue vom Menschen in Zeit und Raum“, ein Hauptwerk des schwedischen Literaturnobelpreisträgers Harry Martinson aus dem Jahre 1956. Die Regisseure Pella Kågerman und Hugo Lilja nehmen diese Vorlage nun in ihrem Film wieder auf und zeigen menschliches Verhalten in einer Extremsituation. Es sind Verhaltensweisen, die im Laufe des Films aufgrund der aussichtslosen Lage immer extremer und chaotischer werden. Die düstere social-fiction wird konsequent erzählt, hält zum Ende hin einige Schockmomente und schließlich kein wirkliches Happy End für den Zuschauer parat, der eher verstört und irritiert aus dem Film entlassen wird. Vermutlich ist es der lyrischen Vorlage geschuldet, dass der Film leider große Storyschwächen aufweist und die Handlung kaum einen dramatischen Spannungsbogen entfalten kann, wenngleich er etwa mit dem Motiv der Mentalmaschine MIMA an die philosophische Tradition des Science-Fiction-Films und der -literatur, z.B. auf Stanislaw Lems „Solaris“ oder Andrej Tarkowskis „Stalker“ anzuknüpfen versucht.

Werner Barg

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Sprachen: Deutsch, Schwedisch

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (7. Woche 2020).