WALL●E - Der Letzte räumt die Erde auf

Film: WALL●E - Der Letzte räumt die Erde auf
Länge:
94 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 8 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 0 Jahren
Regie:
Andrew Stanton
Darsteller:
Genre:
Animation , Science-Fiction , Komödie
Land:
USA, 2008
Es ist 700 Jahre her, dass die Menschheit den Planeten Erde verlassen hat. Unüberschaubare Berge von Müll und eine restlos zerstörte Umwelt haben die Bewohner des einstmals blauen Planeten gezwungen, in gigantischen Raumschiffen das Weite zu suchen. Auf der unwirtlichen Erde blieben nur Roboter zurück, die das Chaos nach und nach beseitigen sollten. WALL-E ist der letzte von ihnen. Begleitet von einer anhänglichen Kakerlake rollt er morgens aus seinem Container und presst Müll zu kleinen Würfeln, die er wolkenkratzerhoch stapelt. Der kleine Roboter hat einen eigenen Sinn für Schönheit entwickelt. Dinge, die ihm gefallen, hegt und pflegt er und seinen „Feierabend“ beschließt er gern mit einem Videoband des Musicals „Hello Dolly“. WALL-E's Welt verändert sich schlagartig, als ein Raumschiff die hypermoderne Sonde EVA auf der Erde absetzt. Sie soll routinemäßig prüfen, ob es dort wieder Bedingungen gibt, unter denen Leben existieren kann.

Es ist atemberaubend, wie liebevoll, intelligent und mutig das Team um Regisseur und Autor Andrew Stanton („Findet Nemo“) gearbeitet hat. Wer sonst als die Künstler und Produzenten des Studios Pixar hätten sich getraut, einen Film zu drehen, in dessen erster Hälfte kein Wort geredet wird? Wer hätte es gewagt, einen Familienfilm zu konzipieren, der auf einer verwüsteten, unwirtlichen Erde spielt? Wer hätte es geschafft, einen Roboter als besseren Menschen zu porträtieren, ohne kitschig und verlogen zu wirken? Jedes Detail dieser großartigen Liebes-, Umwelt- und Endzeitgeschichte überzeugt durch seinen Charakter und alles fügt sich zu einem unwiderstehlichen Rhythmus. Fast schon ungerecht, hier eine einzelne Leistung herauszuheben, aber Oscar-Preisträger Ben Burtt, der schon R2D2 („Star Wars“) zu seiner legendären Robotersprache verhalf, hat sich mit dem Sounddesign für „WALL-E“ selbst übertroffen. Der Wahrheit halber sei erwähnt, dass der Film in seiner zweiten Hälfte, die auf einem gigantischen Raumschiff spielt, zwar ironischer, skurriler und lebhafter wird, dafür jedoch weniger konzentriert. Aber das schmälert die Freude über ein wirkliches Meisterwerk des Animationsfilms höchstens ein kleines bisschen.

„WALL-E“ ist für die Oscar-Verleihung 2009 in sechs Sparten nominiert: bestes Drehbuch, bester Animationsfilm, beste Musik, bester Song, bester Ton und bester Tonschnitt.

DVD-Bildformat: 1:2,39; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital EX 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte
DVD-Extras: Kurzfilme (u.a. ""Presto""), Audiokommentar, Entfallene Szenen, Making of, Featurettes

Albert Schwarzer

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Anbieter

Kauf-DVDWalt Disney Studios

Verleih-DVDWalt Disney Studios

Kauf-Blu-rayWalt Disney Studios

Verleih-Blu-rayWalt Disney Studios

Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (6. Woche 2009).