The Quest: Helden für Everealm

Serienstart:
11.05.2022
Staffel:
1
Folgen:
8
Länge der Folgen:
41 bis 47 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Harold Cronk, Jack Cannon, Elise Doganieri
Darsteller:
Emily Gateley (Mila), Braeden De La Garza (Prinz Emmet), Racquel Jean-Louis (Prinzessin Adaline), Elliot Ross (Prinz Cederic), Kerwin Thompson (König Silas), Harry Aspinwall (Dravus), Mel Mehrabian (Tavora) u. a.
Genre:
Fantasy , Abenteuer
Land:
USA, 2022

Was passiert, wenn wir „Herr der Ringe“ und „Takeshis Castle“„Die Chroniken von Narnia“, „Tabaluga TV“„Jumanji“ und „Dschungelcamp“ alle zusammen in einen Zauberkessel werfen, einige Male kräftig umrühren, warten, bis die Dampfwolken sich wieder gelegt haben, und dann das Ergebnis betrachten? Um das herauszufinden, hat Disney eine außergewöhnliche Game-Show aus der Versenkung geholt und neu aufbereitet: In „The Quest: Helden für Everealm“ treten acht junge Teilnehmer*innen in eine Fantasy-Welt ein, um ein fast verlorenes Königreich vor dem Untergang durch dunkle Mächte zu bewahren.


Was dich in „The Quest: Helden für Everealm“ erwartet:


In der Game-Show „The Quest“ machen sich acht 13- bis 16-Jährige auf nach Everealm. Der Grund dafür? Oder anders gefragt: die Story dahinter? Nach Tausenden von Jahren des Friedens befindet sich Everealm in höchstem Aufruhr: Die böse Magierin Tavora ist dabei, ein Königreich nach dem anderen an sich zu reißen und alles ins dunkle Chaos zu stürzen. Doch mit seinen letzten Atemzügen kann der König von Sanctum einen magischen Ruf entsenden, mit dem acht junge Held*innen ausgewählt und nach Everealm geschickt werden. Sie stehen nun den ins Nachbarkönigreich geflohenen Erb*innen von Sanctum als Paladine bei und machen sich auf die Suche nach den Edelsteinen der Tugenden und dem Königsstein, um mit ihnen die magische Macht der Krone wiederherzustellen. Nur so kann Tavora schließlich besiegt und damit nicht nur Everealm, sondern ebenso alle anderen Welten vor dem drohenden Untergang bewahrt werden. Auf ihrem Weg müssen die jungen Paladine eine ganze Reihe von Prüfungen bestehen – vom Kräftemessen mit einem fiesen Sumpfmonster über das Aufspüren von Tavoras Spionagedrohnen innerhalb der Burgmauern und der Suche in einem geheimnisvollen Labyrinth bis hin zum entscheidenden Wettstreit, wer von ihnen schließlich als einzig wahre Held*in den Kampf um das Schicksal der Welten anführen wird.


Lohnt sich die Game-Show-Serie für mich?


Das Konzept der Show – das wohl bereits beim Original von 2014 für Begeisterung bei den Zuschauer*innen gesorgt hat – ist ziemlich cool und gerade die Fantasy-Kulisse macht einiges her. Dabei unterscheidet sich „The Quest: Helden für Everealm“ vor allem dadurch von anderen Shows, dass sich sämtliche Akteur*innen durchgängig innerhalb der Fantasy-Story bewegen und die Rollen im Spiel niemals verlassen. Egal, was passiert: Sie sind keine Privatpersonen mehr, sondern Paladine. Das gilt auch bei den Unterhaltungen zwischen den Teilnehmer*innen, die nicht nur Herausforderungen meistern, sondern zugleich mit dem beständigen Spannungsverhältnis aus Teamwork und dem Wettbewerb untereinander zurechtkommen müssen. Schließlich kann am Ende nur eine Person die große Held*innen-Rolle übernehmen. Und das sorgt für Gesprächsstoff, für Gedanken, Befindlichkeiten und Unsicherheiten, die nach außen getragen werden.

Während das Konzept und das konsequente Durchhalten der Story also beeindrucken, ist die letztendliche Umsetzung im Vergleich leider ein bisschen mau geraten: ob Hexer, Zaubererin, Monster und Co. – viele Charaktere werden in ihren Rollen ziemlich überzogen dargestellt. Das erinnert schon sehr an Kindertheater, wo solche Übertreibungen dabei helfen, die Charaktere richtig einzuschätzen. Schade ist zudem, dass die Macher*innen die Symbiose zwischen Show und Film auch mit Blick auf das Schauspiel nicht perfektioniert haben. Davon ab lässt sich nicht so richtig herausfinden, wie die Game-Show tatsächlich aufgezogen ist. Auf den ersten Blick wirkt „The Quest: Helden für Everealm“ tatsächlich so, als wären die Paladine hier echte Teilnehmer*innen, die noch nicht so richtig wissen, was alles auf sie zukommt. Mit der Zeit fallen allerdings immer mehr Details auf, die zumindest berechtigte Zweifel daran aufkommen lassen und mehr nach Scripted Reality aussehen. Trotzdem ein spannendes Format mit coolen Momenten und einigem Potenzial, das hoffentlich weiterentwickelt wird.

Marius Hanke

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Streaming-Anbieter

Angaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19. Woche 2022).