The Hole in the Ground

Länge:
91 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 16 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 16 Jahren
Kinostart:
02.05.2019
Regie:
Lee Cronin
Darsteller:
Seána Kerslake (Sarah O’Neill), James Quinn Markey (Christopher), Kati Outinen (Noreen Brady), James Cosmo (Des Brady), Simone Kirby (Louise Caul)
Genre:
Horror , Thriller , Drama
Land:
Irland, Belgien, Finnland, 2019

Nichts wie weg und alles auf Anfang! Gemeinsam mit ihrem achtjährigen Sohn Christopher zieht es die junge Sarah O’Neill auf der Flucht vor ihrem offenbar gewalttätigen Ehemann ins irische Hinterland, wo sie am Rande eines dichten Waldes in einem renovierungsbedürftigen Haus ein neues Leben beginnen will. Christopher tut sich mit der Eingewöhnung jedoch schwer. Und mehr als einmal kommt es zu kleinen Spannungen zwischen den beiden. Als der Junge eines Tages nach einem Streit spurlos im Dickicht verschwindet, gerät Sarah in Panik und stößt bei ihrer Suche auf einen geheimnisvollen Krater. Nur wenig später taucht ihr Sohn unversehrt wieder auf, wirkt – so glaubt seine Mutter – aber seltsam verändert.


Die Angst vor dem eigenen Kind, das einem plötzlich fremd erscheint, gehört dank Klassikern wie „Das Omen“ im Horrorgenre zum Standardrepertoire. Erst im Februar 2019 kam hierzulande der Gruselschocker „The Prodigy“ ins Kino, der von einem hochbegabten Achtjährigen mit einer dämonischen Seite erzählt. Auch „The Hole in the Ground“, die erste Langfilmarbeit des irischen Regisseurs Lee Cronin, greift auf das Motiv des bösen Nachwuchses zurück, lässt das Publikum aber lange im Unklaren, was wirklich vor sich geht. Führt Christopher tatsächlich etwas Schreckliches im Schilde? Ist er, wie Sarah meint, nicht mehr derselbe? Oder spielt ihr Verstand zunehmend verrückt? Obwohl hier und da konventionelle Schockeffekte zum Einsatz kommen, mutiert das in stimmungsvoll-triste Bilder getauchte Schauerdrama nicht zu einer billigen Geisterbahnfahrt, sondern konzentriert sich mit der gebotenen Ernsthaftigkeit auf die brüchige Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Vor allem in der ersten Stunde fesseln das eindringliche Spiel Seána Kerslakes und die erfreulich zurückgenommene, undurchschaubare Performance von Jungdarsteller James Quinn Markey, den Cronin nicht als eindimensionalen Satansbraten inszeniert. Dass am Ende der Schleier der Ungewissheit ein wenig gelüftet wird, allerdings viele Fragen offen bleiben, dürfte sicherlich nicht jedem schmecken. Insgesamt macht „The Hole in the Ground“ als ungemütliche Horrorgeschichte aber eine mehr als ordentliche Figur.

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