The Hate U Give

Film: The Hate U Give
Prädikat besonders wertvoll
Länge:
133 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
28.02.2019
Regie:
George Tillman Jr.
Darsteller:
Amandla Stenberg (Starr Carter), Regina Hall (Lisa Carter), Russell Hornsby (Maverick 'Mav' Carter), Anthony Mackie:(King), Algee Smith (Khalil), Lamar Johnson (Seven Carter), Dominique Fishback u.a.
Genre:
Drama , Jugend , Politischer Film
Land:
USA, 2019

Starr und ihre Geschwister wachsen in Garden Heights auf, einem schwarzen Viertel einer amerikanischen Kleinstadt, in dem schon ihre Eltern großgeworden sind. Doch damit sie es einmal besser haben, besuchen sie eine Privatschule mit wohlbehüteten weißen Mitschülern. Starr ist es gewohnt, von der einen in die andere Welt zu pendeln und sich in beiden unauffällig zu verhalten. Der Vater, Anhänger der Black Panther Partei,  hat seinen Kindern schon in jungen Jahren beigebracht, wie sie sich als Schwarze verhalten sollten. Dazu zählt auch, dass sie bei Kontrollen, insbesondere durch die Polizei, vor allem immer ihre Hände zeigen, damit für jeden ersichtlich ist, dass sie keine Waffe tragen. Eines Abends trifft Starr auf einer Party Khalil, einen guten Freund aus Kindertagen, der anbietet, sie nach Hause mitzunehmen. Als sie von der Polizei angehalten werden und Khalil sich selbstbewusst gibt, kommt es schnell zur Eskalation: Ein Polizist schießt und Khalil stirbt kurz darauf. Starr hat das alles vom Beifahrersitz direkt vor Augen gehabt und weiß, dass ihr Jugendfreund keine Waffe, sondern eine harmlose Haarbürste in der Hand hatte. Die offizielle polizeiliche Darstellung ist allerdings ganz anders. Ihr zufolge war Khalil ein gefährlicher Drogendealer. Nun steckt Starr als Zeugin im Konflikt: weiter unauffällig stillhalten oder der Wahrheit und Gerechtigkeit ans Licht verhelfen.

Die gleichnamige Romanvorlage zum Film von Angie Thomas war 2018 auf Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times und bekam den Preis der Jugendjury beim Deutschen jugendliteraturpreis zugesprochen. Was die Autorin darin beschreibt, hat sie teils selbst erlebt, denn wie ihre Heldin Starr ist auch Thomas in zwei Welten aufgewachsen. Die Verfilmung lebt von einer immer glaubhaft spielenden jungen Heldin, verkörpert von Amandla Stenberg. Ihre Zweifel und ihre Unsicherheit, wie sie sich verhalten soll, nimmt man ihr in jeder Szene ab. Woran sie keinen Zweifel lässt, ist dass Wahrheit und Gerechtigkeit für sie ein Gut sind, für das man sich einsetzen muss. Als sie sich aber zum öffentlichen Protest entschieden hat, kommen neue Schwierigkeiten auf die Teenagerin zu: Weiße, die sich dem Protest anschließen wollen, aber aus ganz anderen Gründen und Schwarze aus dem Viertel, etwa der Drogenboss, der Starr zum Schweigen bringen möchte, weil er Gefahr für seine Geschäfte sieht. Ein Film, der Stellung bezieht und sie auch vom Zuschauer fordert.

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