Summer Wars

Film: Summer Wars
Länge:
114 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Mamoru Hosoda
Darsteller:
Genre:
Animation , Science-Fiction , Drama , Komödie
Land:
Japan, 2009

Der 17-jährige Kenji kann vor allem eines: mit Computern umgehen. Als Administrator der virtuellen Community Oz hat er im Netz wesentlich mehr Einfluss und Selbstbewusstsein als in der Wirklichkeit. Umso mehr erstaunt ist er, als die hübsche Mitschülerin Natsuki ihn für ein Wochenende mit zu ihrer Familie nehmen will. Einen Haken hat das Angebot allerdings, denn Kenji soll dort ihren Freund spielen – die Großmutter, deren 90. Geburtstag ansteht, würde sich dies so sehr für ihre Enkelin wünschen. Während Kenji noch an seiner unfreiwilligen Rolle verzweifelt, trägt er durch einen unglücklichen Zufall in einer schlaflosen Nacht mit einem geknackten Code dazu bei, dass eine künstliche Intelligenz die Cyberwelt Oz kapert. Noch schlimmer: Sie bemächtigt sich aller virtuellen Identitäten, macht Kenji als Verursacher der Krise verantwortlich und droht mit Krieg. Trotz aller Streitigkeiten muss sich nun Natsukis Großfamilie zusammenraufen, um Kenji zu stützen und die Bedrohung durch das Computerprogramm abzuwehren.

Absurd klingt die Handlung dieses Animes, unzusammenhängend und alltagsfremd. Umso bemerkenswerter ist daher die Selbstverständlichkeit, mit der in „Summer Wars“ moderne, teils futuristische Technik und alte Traditionen miteinander verbunden werden. Regisseur Mamoru Hosoda, der mit Das Mädchen, das durch die Zeit sprang auf sich aufmerksam gemacht hat, wird beiden Handlungsebenen gerecht: der Cyberwelt, die wie eine fortgeschrittene Version sozialer Netzwerke mit virtuellen Identitäten im Stil von Online-Rollenspielen aussieht und plötzlich überhaupt nicht mehr so fremd wirkt, und der Familiengeschichte in einem idyllischen Haus im Grünen, mit all ihren festen Regeln und alten Streitigkeiten. So erzählt der Zeichentrickfilm auch von dem Zusammenprall zweier Lebensweisen und stellt die Bedeutung des Familienzusammenhalts heraus, wird dabei aber nie technikfeindlich oder moralisierend. Wie in vielen Animes gehen Technikangst und Technikbegeisterung vielmehr Hand in Hand. Zugleich zeigt das Szenario wie sehr moderne Gesellschaften vom Digital-Netz abhängig sind, so dass sich Cyberattacken rasend schnell zu gesellschaftlichen Katastrophen auswachsen können. Wem aber der große virtuelle Krieg zu abgedreht ist, der findet immer noch eine Erdung in der Liebesgeschichte zwischen Kenji und Natsuki: mit Schwärmen, Schmetterlingen im Bauch und roten Wangen.


DVD-Bildformat: 16:9 Ton: Dolby Digital 5.1 Sprachen: Deutsch, Italienisch, Japanisch Untertitel: Deutsch, Italienisch, Polnisch

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Anbieter

Verleih-DVDAV Visionen

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (42. Woche 2010).