Seance

Länge:
92 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 16 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 16 Jahren
Regie:
Simon Barrett
Darsteller:
Suki Waterhouse (Camille Meadows), Ella-Rae Smith (Helina), Inanna Sarkis (Alice), Madisen Beaty (Bethany), Stephanie Sy (Yvonne) u. a.
Genre:
Horror , Thriller
Land:
USA, 2021

Worum es in „Seance“ geht:


Nach einem Streich, den die Clique rund um Alice ihrer Mitschülerin Kerrie gespielt hat, kommt es im renommierten Mädcheninternat Edelvine zu einem schrecklichen Zwischenfall. Das Opfer des gemeinen Pranks ist, so scheint es, aus seinem Fenster in den Tod gesprungen. Was die anderen allerdings nicht wissen: Kurz vorher hat Kerrie in ihrem Zimmer eine maskierte Gestalt entdeckt. Den freigewordenen Platz an der Eliteeinrichtung nimmt die unerschrockene Camille Meadows ein, die in der hilfsbereiten Helina gleich eine Ansprechpartnerin findet. Als es zwischen der Neuen und der Alice-Gang zu einem handgreiflichen Streit kommt, straft die Direktorin alle Beteiligten mit einer Sonderaufgabe in der Bibliothek ab. Eben dort beginnen die Schülerinnen nur wenig später eine Séance, um Kerries Geist zu beschwören. Zu ihrer Verwunderung erhalten sie tatsächlich eine Antwort. Und schon bald wird die angeblich verfluchte Edelvine Academy von weiteren Todesfällen erschüttert.


Warum „Seance“ nicht richtig fesselt:


Als Drehbuchautor wurde Simon Barrett vor allem wegen der von Adam Wingard inszenierten Horror- bzw. Spannungswerke „You’re Next“, „The Guest“ und „Blair Witch“ bekannt. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass auch sein Regiedebüt ziemlich düster daherkommt. „Seance“ – ein austauschbarer Titel, der eigentlich nur einen Randaspekt der Handlung berührt – versucht den Spagat zwischen klassischem Geistergrusel und Slasher-Film, vor dessen Ursprüngen sich Barrett unter anderem mit markanten Elektroklängen (kreiert vom deutschen Komponisten Tobias Vethake alias Sicker Man) verneigt. Die altehrwürdige, in der Pampa liegende Internatsschule ist ein Schauplatz, den man aus zig anderen Genrearbeiten kennt. Das Setting taugt aber durchaus als Kulisse für einen angsteinflößendes Abenteuer. Dumm nur, dass der ebenfalls für das Skript verantwortliche Regisseur sein Schockprogramm eher lustlos herunterspult und sich nicht die Mühe macht, den Figuren irgendwelche besonderen Eigenschaften mit auf den Weg zu geben. Die Beziehung zwischen Camille und Helina ist noch das Interessanteste an der Geschichte, die auf einen haarsträubenden letzten Akt zuläuft. Deftige Gewaltausbrüche sollen am Ende offenbar die Zuschauer*innen bei der Stange halten. Wenn sich das Geheimnis um den maskierten Täter lüftet, das abstruse Motiv enthüllt wird, die obligatorische Psychoshow startet und ein gar nicht mal so überraschender Twist zum Vorschein kommt, driftet „Seance“ allerdings ins unfreiwillig Komische ab.

Christopher Diekhaus

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Sprachen: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

Streaming-Anbieter

Angaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (42. Woche 2021).