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Länge:
110 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
07.03.2019
Regie:
David Dietl
Darsteller:
Alicia von Rittberg (Teresa), Marc Benjamin (Anton), Edin Hasanovic (Paul), Nilam Faroog (Patricia) u.a.
Genre:
Komödie
Land:
Deutschland, 2019

Dating-Portale gibt es ja schon länger, mittlerweile aber in ihrer Verbreitung und Beliebtheit längst abgelöst von DatingApps à la tinder. So datet auch Teresa immer wieder, aber was für Dauer war noch nicht dabei. Das wird auch mit dem Informatiker Anton nichts werden, der schon die Richtige gefunden hat, von der aber zur offenen Beziehung genötigt wird. Aber vielleicht könnten sich daraus wenigstens beruflich neue Perspektiven entwickeln, zumal Anton noch einen reichen Erben als besten Freund hat, der schon lange auf der Suche nach einer vielversprechenden StartUp-Idee ist, mit der er seinen Eltern beweisen kann, dass er auch selbst etwas auf die Beine stellen kann. Teresas beste Freundin Patricia, alleinerziehende Mutter, ergänzt das Quartett mit ihrer Grafikausbildung. Beim Brainstorming ist schnell eine erste Idee geboren: alle kennen aus den DatingApps das Problem, dass die Fremdeinschätzung deutlich von der Selbstdarstellung abweicht. Wie wäre es also, wenn man nach dem Date seine Bewertung abgeben könnte und die den nächsten Kontaktfreudigen bei ihrer Einschätzung helfen könnte, ob es sich um einen „Schürzenjäger“ oder ein „Weichei“ handelt, eine „Crazybitch“ oder „Missperfect“. So sollen zukünftigen Dates allzu große Enttäuschungen erspart bleiben. Kurze Zeit später kann die App starten und wird vom Fleck weg ein Erfolg. Dann folgt die Weiterentwicklung, bei der die User auch selbst Kategorien einführen können und prompt läuft die Sache aus dem Ruder, denn nun gibt es gehässige, frauen- oder männerfeindliche, herabwürdigende und einfach fiese Bezeichnungen, die schnell die so Betitelten bis zu Selbstmordgedanken treiben können. Um Schlimmstes zu verhindern, muss die App abgeschaltet werden …

„E-Mail für dich“ und Safari – Match me if you can haben auch schon mit komödiantischen Mitteln die moderne Kontaktsuche beleuchtet. Auch Regisseur David Dietl („König von Deutschland“) versucht, zeitgemäße Beziehungssuche unterhaltsam zu verpacken und mit einigen kritischen Untertönen zu versehen. Das ist in der überschaubaren Vier-Personen-Konstellation in weiten Teilen vorhersehbar, aber für die lockere Unterhaltung funktioniert eben ganz gut, dass der Zuschauer schon lange weiß, wer hier zu wem passt, während die Protagonisten es noch nicht mal ahnen. Sehenswert auch Anke Engelke als Teresas Mutter, deren Beziehungsleben auch nicht funktioniert, die aber natürlich jede Menge Ratschläge für ihre Tochter zur Hand hat.

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