Ramen Shop

Länge:
90 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 0 Jahren
Kinostart:
06.06.2019
Regie:
Eric Khoo
Darsteller:
Takumi Saitoh (Masato), Seiko Matsuda (Miki), Mark Lee (Wee), Jeanette Aww (Mei Lian)
Genre:
Drama
Land:
Japan, Singapur, Frankreich, 2019

Der junge Masato arbeitet als Koch in dem kleinen Ramensuppenladen seines Vaters in Japan. Als der Vater überraschend stirbt, findet Masato einen Koffer mit Erinnerungsstücken: Alte Fotos, ein rotes Notizbuch, das für ihn unverständlich Geschriebenes enthält. Es sind Erinnerungen von Masatos Mutter, die aus Singapur stammte und starb, als Masato zehn Jahre alt war. Sein eigener Vater hat nie viel aus der Vergangenheit erzählt und so reist Masato kurz entschlossen nach Singapur. Zusammen mit der dort lebenden japanischen Foodbloggerin Miki gelingt es ihm seinen Onkel Wee zu finden, der eine Bak Kuh Teh-Suppenküche betreibt. Auf der Suche nach seinen Wurzeln lernt Masato dabei auch, welche Verbindung zwischen der ihm vertrauten japanischen Nudelsuppe und der singapurischen Schweinerippensuppe besteht. Und er stellt zu seiner Überraschung fest, dass seine Großmutter noch lebt. Sie ist der Schlüssel, um etwas über die Liebesgeschichte von Masatos Eltern und deren Geheimnis zu erfahren.

Asiatische Kochkunst scheint ein durchaus populäres Thema für Filme zu sein. „Tampopo“ beschäftigte sich auf unkonventionelle Art mit der Kunst, eine japanische Nudelsuppe zu machen. Ang Lees „Eat Drink Man Woman“ erzählt von der Verbindung von Familienbeziehungen und Essen. Mit „Ramen Shop“ widmet sich der singapurische Regisseur Eric Khoo ebenfalls einer Geschichte um familiäre wie kulinarische Wurzeln. Auf beiden Ebenen tritt der junge japanische Koch Masato eine Reise an. In der ruhigen Erzählung entfalten sich dabei nach und nach die Puzzlesteine seiner Vergangenheit. Zugleich ist die Küche zentraler Ort des Films, in der auf sinnliche Weise die Entstehung von Suppen zelebriert wird. So ganz schafft es „Ramen Shop“ jedoch nicht zu überzeugen. Für diejenigen, die lieber einer emotional berührenden Geschichte folgen wollen, mögen die Erklärungen zum Thema Essen ein wenig zu ausführlich sein. Am Essen Interessierte wiederum mögen fasziniert von den Einblicken in die Kochkunst sein, doch die Familiengeschichte wie auch die sich entspinnende Liebesgeschichte zwischen Masato und Miki kommen dagegen etwas zu konventionell und in den Wendungen erwartbar daher.

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