Polaroid

Länge:
88 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 16 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 16 Jahren
Kinostart:
10.01.2019
Regie:
Lars Klevberg
Darsteller:
Kathryn Prescott (Bird Fitcher), Tyler Young (Connor Bell), Samantha Logan (Kasey), Keenan Tracey (Devin), Priscilla Quintana (Mina)
Genre:
Horror , Thriller
Land:
USA, Norwegen, 2019

Die Begeisterung ist groß, als die in einem Antiquitätenladen jobbende Highschool-Außenseiterin Bird Fitcher von einem sympathischen Kollegen eine alte Polaroid-Kamera erhält. Neugierig stürzt sich die Jugendliche auf das Sammlerstück und ahnt zunächst nicht, dass der Apparat mit einem gefährlichen Fluch belegt ist. Erst nachdem sie auf einer Party ein Gruppenbild von einigen Mitschülern geknipst hat und es plötzlich zu Todesfällen in ihrem Umfeld kommt, beschleicht die Hobbyfotografin ein schrecklicher Verdacht. Offenbar blüht all jenen, die von ihr abgelichtet werden, ein grauenvolles Ende. Gemeinsam mit den anderen Betroffenen versucht Bird fortan fieberhaft, dem Geheimnis des Sofortbildapparates auf den Grund zu gehen und so das Sterben um sie herum zu stoppen.

Als Grundlage für sein Langfilmdebüt „Polaroid“ diente dem Norweger Lars Klevberg sein gleichnamiger Kurzfilm aus dem Jahr 2015. Ursprünglich vorgesehen für einen Start im Sommer 2017, fiel die abendfüllende Version des Kamera-Spuks allerdings fürs Erste den Enthüllungen über Hollywood-Mogul Harvey Weinstein zum Opfer, dessen Firma das Werk eigentlich veröffentlichten sollte. Nach einiger Zeit im Giftschrank erblickt der Gruselstreifen dank einer Rechteübertragung nun das Licht der Welt und bekommt in Deutschland sogar eine Kinoauswertung geschenkt. Warum, ist nach Anblick des übernatürlichen Treibens jedoch nur schwer begreiflich. Auch wenn Klevberg ab und an einen Schockmoment routiniert in den Kasten bringt, erweist sich die Geschichte um einen tödlichen Vintage-Fotoapparat als weitgehend lahme Klischeeparade mit eindimensionalen Protagonisten und fadenscheinigen Bemühungen um inhaltliche Relevanz. Ambitionierte Themen wie Mobbing und Missbrauch werden angerissen, sind letztlich aber nur schmückendes Beiwerk in einer oftmals in umfassender Dunkelheit versinkenden Gruselshow ohne besonders einprägsame Gänsehautpassagen. Waschechte Horrorfreunde kommen hier sicher nicht auf ihre Kosten!

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