Plötzlich Familie

Länge:
118 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 6 Jahren
Kinostart:
31.01.2019
Regie:
Sean Anders
Darsteller:
Rose Byrne (Ellie Wagner), Mark Wahlberg (Pete Wagner), Isabela Moner (Lizzy), Julianna Gamiz (Lita), Gustavo Quiroz (Juan), Octavia Spencer (Karen), Tig Notaro (Sharon), Margo Martindale (Sandy)
Genre:
Komödie , Familienfilm , Drama
Land:
USA, 2018

Als sich die Eheleute Ellie und Pete Wagner nach einigem Zögern für ein Leben mit Kindern entscheiden, wenden sie sich an eine Adoptionseinrichtung und bereiten sich dort akribisch auf ihre künftige Elternrolle vor. Am Tag der offenen Tür lernen sie die selbstbewusste Lizzy kennen, die allerdings nur zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern Lita und Juan vermittelt wird. Ellie und Pete sind sich anfangs unsicher, ob sie diese Herausforderung annehmen sollen, geben sich letztlich aber einen Ruck. Die drei Kinder ziehen schließlich bei den Wagners ein und erscheinen zunächst erfreulich umgänglich. Schon bald brechen jedoch erste Konflikte auf. Und besonders Lizzy bringt die frischgebackenen Eltern mit ihrem rebellischen Verhalten ordentlich ins Schwitzen.

„Plötzlich Familie“ scheut vor Witzen unterhalb der Gürtellinie nicht zurück, lässt einige überzeichnete Nebenfiguren auflaufen und wirft immer mal wieder simple Slapstick-Einlagen ein, verkommt aber dennoch nicht zu einer niveaulosen Sketchparade. Auch wenn Regisseur und Ko-Autor Sean Anders (Kill the Boss 2) mit groben Humormethoden hantiert, kriegt er stets im richtigen Moment die Kurve und bewahrt seinen auf eigenen Erfahrungen beruhenden Film davor, ins Lächerliche abzudriften. Dass ihm die Adoptionsthematik am Herzen liegt, ist an vielen Stellen spürbar. Nicht umsonst nimmt sich das Drehbuch Zeit, das Innenleben der aufmüpfigen Lizzy genauer zu ergründen, die als Älteste die engste Beziehung zu ihrer leiblichen, im Gefängnis sitzenden Mutter pflegt. Der Teenager hat die größten Schwierigkeiten, die neue Lebenssituation anzunehmen, und verbirgt seine emotionale Verletzlichkeit hinter einer konfrontativen Fassade. Ellie und Pete präsentieren sich ihrerseits heillos überfordert, wachsen allerdings an jeder neuen Auseinandersetzung und sind ehrlich bemüht, den Kindern Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Die satirischen Spitzen, die Anders dem Zuschauer entgegenschleudert, hätten hier und da noch einen Tick bissiger ausfallen dürfen. Und der letzte Akt drückt fraglos etwas stark auf die Tränendrüse. Im Großen und Ganzen ist die von engagierten Schauspielern getragene Komödie (besonders hervorstechend: Isabela Moner) aber ein charmanter und unterhaltsamer Beitrag über familiäres Miteinander.

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