Mid90s 

Länge:
82 Minuten (Blu-ray: 85 Minuten)
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
07.03.2019
Regie:
Jonah Hill
Darsteller:
Sunny Suljic (Stevie), Na-kel Smith (Ray), Olan Prenatt (Fuckshit), Lucas Hedges (Ian), Katherine Waterston (Dabney), Ryder McLaughlyn (Fourth Grade), Gio Galicia (Ruben)
Genre:
Drama , Jugend
Land:
USA, 2019

Stevie ist 13 Jahre alt und lebt unter schwierigen Bedingungen. Die alleinerziehende Mutter ist überfordert, der große Bruder schlägt ihn aus nichtigem Anlass zusammen. Es sind die 90er in Los Angeles, eine Zeit des Aufbruchs und der Jugendkultur, die auf der Straße stattfindet und von dort kommt: Skaten und Hip Hop. Es gilt: Alles, bloß nicht uncool sein. Stevie sieht jünger aus, als er ist, aber er will unbedingt groß sein, der wagemutige Held seines eigenen Lebens. Aber wie soll das gehen, wenn man schüchtern ist und kein Geld hat? In einem Skateshop im Viertel findet er, was er sucht. Da hängen Ray, Fuckshit, Fourth Grade und Ruben Tag für Tag miteinander ab. Die Jungs erscheinen unendlich alt, dabei sind es nur wenige Jahre Unterschied. Sie kiffen, quatschen den ganzen Tag über Banales und ihre Gefühle, im Hinterhof skaten sie. Oder sie ziehen mit etlichen anderen Skatern vor das Gerichtsgebäude und machen die Gegend mit ihren Skateboards unsicher, bis sie von der Security oder der Polizei verjagt werden. Weil Stevie eine dumme Frage an den dunkelhäutigen Ray stellt, bekommt er bald einen Spitznamen verpasst: Sunburn. Ray wird eine Art Mentor und großer Ersatzbruder. Belustigt beobachtet er, wie sich der kleine Junge beharrlich seinen Platz in der Clique erkämpft. Stevie lernt viel; er hat eine erste sexuelle Begegnung auf einer Party, er versteht den Unterschied zwischen Angeberei und echtem Wagemut, und schließlich findet er Geborgenheit in der Ethik der Skater, die letztlich unverbrüchlich zusammenhalten, auch wenn es vorher Konkurrenz, Streit und Zerwürfnisse gab. Die Jungs werden seine Ersatzfamilie. Aber Fuckshit, der charismatische Schönling der Gruppe mit der langen Mähne, bekommt seinen Alkoholkonsum nicht in den Griff. Und während der unscheinbare, unsichere Fourth Grade, der so heißt weil er nie eine Schule abgeschlossen hat, ihr Leben mit einer kleinen Kamera festhält, eskaliert ebenso beiläufig wie unaufhaltsam die Situation für die Freunde.

Schauspieler Jonah Hill, der sich vor allem mit überdrehten Komödien einen Namen in Hollywood gemacht hat (u.a. 21 Jump Street, „22 Jump Street“), liefert hier sein erstes Drehbuch und seine erste Regiearbeit. Vier Jahre Herzblut hat er investiert, die sich ausgezahlt haben. Er hat Laien aus dem Skateuniversum gecastet und Sorgfalt und Liebe auf das Buch und die vielschichtigen Charaktere verwendet. Ray und Fuckshit werden von den Skateprofis Na-kel Smith und Olan Prenatt gespielt, die in jeder Szene vergessen lassen, dass sie eigentlich keine Schauspieler sind. Nur der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten erst 11-Jährige Sunny Suljic als Protagonist brachte Filmerfahrung mit. Das Ergebnis ist beeindruckend und hält stets die Waage. Jonah Hill wollte weder den Skatefilm noch den 90er Jahre Film machen, und er hat gut daran getan. Gleichzeitig trifft er ins Schwarze und ins Herz dieser Undergroundkultur. Es geht nicht um Nostalgie, aber der Soundtrack und das Lebensgefühl zeigen das Jahrzehnt vor der Digitalisierung als Zeit des Aufbruchs vor dem großen Umbruch. Es geht sowohl um persönliche Freiheit als auch die Sehnsucht nach Sicherheit und Liebe. Über allem steht das Skate-Ethos: Wer auf die Schnauze fällt, wird nicht verurteilt. Er steht einfach wieder auf. In dieser einfachen Handlungsanleitung eröffnet sich für den jungen Stevie eine echte Zukunftsperspektive. Jonah Hill hat mit ganzem Herzen einen unaufgeregten und außergewöhnlich authentischen Film gemacht. Der Soundtrack ist eine Verneigung vor der goldenen Ära des Hip Hop und ihrer Helden, Rapper Del Tha Funkee Homosapien tritt in einer Szene als Obdachloser auf. Entgegen den geringen Erwartungen, ob sich überhaupt irgendjemand für die sehr persönliche Hommage interessieren würde, landete das Debüt auf den Top 10 der US-Kinocharts und wurde auf der diesjährigen Berlinale begeistert gefeiert.

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Sprachen: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (15. Woche 2019).