Justine

Länge:
81 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 16 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 16 Jahren
Kinostart:
01.09.2022
Regie:
Jamie Patterson
Darsteller:
Tallulah Haddon (Justine), Sophie Reid (Rachel), Xavien Russell (Peach), Sian Reese-Williams (Leanne), Kirsty Dillon, Steve Oram
Genre:
Drama
Land:
Großbritannien, 2020

Das erwartet dich in „Justine“:


Was für ein Leben Justine gerne führen würde? Das will Bewährungshelferin Leanne von der jungen Frau wissen. Justine malt aus, wie sie einen Job und Mann findet, schwanger wird, heiratet. Ein perfektes Leben, das auch ihre Mutter glücklich macht. Bis der Mann fremdgeht, Justine ihn und die Affäre umbringt und im Knast landet. So wortgewandt Justine ist, so zynisch ist sie auch. Ans Happyend glaubt sie nicht. Das Leben meint es nicht gut. Hoffnung lohnt sich nicht.

Justine hat keinen Job, keinen Schulabschluss und lässt die Termine mit Leanne nur widerwillig über sich ergehen. Nur ihr Freund Peach, mit dem sie zusammen Zeit totschlägt und stiehlt, scheint sie zu verstehen. Die beiden teilen die Flucht in Alkohol, wenn ihnen alles zuviel wird. Als Justine in einem Buchladen klaut, wird sie dabei von Rachel gesehen. Die Studentin schwärzt sie nicht an, sondern ist fasziniert von Justine, will sie kennenlernen. Justine entzieht sich, doch Rachel bleibt dran. Zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte, leichte Liebe. Justine ist glücklich. Doch ihrem Fatalismus und ihrer Sucht entkommt sie nicht so einfach. Ihr Drang zur Selbstzerstörung lässt sie wieder abstürzen und Rachel ausschließen. Hat Justine überhaupt eine Chance, diesen Kreislauf zu durchbrechen?


Ob sich der Film für dich lohnt?


In seinem Film „Justine“ erzählt der britische Regisseur Jamie Peterson keine umfangreiche Geschichte, doch er porträtiert mit viel Einfühlungsvermögen seine Titelheldin. Mal cool und wortkarg, mal hart und abweisend, mal verletzlich und zart ist Justine, die von Tallulah Haddon eindrucksvoll gespielt wird. Auch Sophie Reid als Rachel glauben wir sofort, dass sie Justine beharrlich liebt, ohne dabei naiv die Augen vor deren Problemen zu verschließen. Wie zwischen den beiden jungen Frauen der Funke überspringt, spüren wir nur zu gut und wünschen uns für sie, dass Justine es schafft, dieses Glück festzuhalten. Doch so einfach ist es nicht. „Liebe überwindet alles“ wäre vielleicht das passende Happyend für einen Hollywoodfilm. „Justine“ ist jedoch realistisch. Und so ist dann auch eine Schwäche des Films, dass er sich schwer damit tut, am Ende einen Abschluss zu finden, der weder kitschig noch zu düster ist.


Hinweis


„Justine“ wird ab dem 01.09.2022 in ausgewählten Kinos zu sehen sein. Wo genau erfährst du hier.

Kirsten Loose

Anbieter

Filmverleih Cinemien Deutschland