Es

Länge:
135 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 16 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 16 Jahren
Kinostart:
28.09.2017
Regie:
Andrés Muschetti
Darsteller:
Bill Skarsgård (Pennywise), Jaeden Lieberher (Bill Denbrough), Sophia Lillis (Beverly Marsh), Finn Wolfhard (Richie Tozier), Wyatt Oleff (Stanley Uris), Jeremy Ray Taylor (Ben Hanscom), Chosen Jacobs (Mike Hanlon), Nicholas Hamilton (Henry Bowers) u.a.
Genre:
Horror , Jugend
Land:
USA, 2017
Seltsame Dinge gehen 1988 in der Kleinstadt Derry im US-Bundesstaat Maine vor sich: Fahndungsplakate verschwundener Kinder prägen das Stadtbild, eine Ausgangssperre wurde verhängt. Auch Bills jüngerer Bruder Georgie ist nach einem Ausflug bei Regenwetter nicht mehr zurückgekehrt; seine Spur verliert sich in der Kanalisation unter Derry. Ein wenig Halt findet Bill bei seinen Freunden Eddie, Stanley und Richie, die wie er als Außenseiter gelten und regelmäßig den Übergriffen des brutalen Stadtrowdys Henry Bowers ausgesetzt sind. Als „Club der Verlierer“ finden sie immerhin zu neuem Selbstbewusstsein. Und als sich diesem wenig später auch noch Mike, Ben und Beverly anschließen, ist die Clique komplett. Noch enger miteinander verbunden fühlen sich die „Verlierer“, als sie bemerken, dass sie alle bereits einmal dem Horrorclown Pennywise begegnet sind. Und der taucht bereits auf alten Fotos aus dem Stadtarchiv auf, die zu einer Zeit entstanden, in der ebenfalls viele Kinder in der Stadt verschwanden.

„Es“ basiert auf einem berühmten Roman von Stephen King. Und dass King für Horror steht, weiß doch jeder, oder? Aber so einfach ist es dann doch nicht. Wer sich die Geschichten des Horrorautors ansieht, dem fällt auch auf, wie oft King über Kinder und Jugendliche schreibt. Vielleicht ist King sogar genau deshalb so erfolgreich, weil er manchmal das Unheimliche am Erwachsenwerden so treffend auf den Punkt bringt. Das war schon bei seiner Kurzgeschichte „Die Leiche“ so, die später unter dem Titel „Stand by me“ verfilmt und zum seither ungebrochen geliebten Klassiker wurde. Das hat sich auch Andrés Muschetti zunutze gemacht, der nun als Regisseur verantwortlich für die Neuverfilmung von Kings epischem Roman „Es“ zeichnet.

Lässt King in seinem Roman noch zwei Zeitebenen fließend ineinander übergehen und erzählt zugleich von Kindern im Jahr 1958 und wie diese sich 27 Jahre später noch einmal im Kampf gegen ein Monster verbünden müssen, so konzentriert sich Muschettis Version allein auf die Geschichte der Kinder-Clique und verlagert diese nach 1988. Dadurch wird „Es“ zu einem teils ziemlich gruseligen Film über das Erwachsenwerden, in dem alle, die ein wenig älter als die jungen Helden sind, sich als wahre Monster erweisen – vom Clown Pennywise über den jugendlichen Sadisten Bowers bis hin zu den Eltern der Kinder, die diesen weder Sicherheit noch Rückhalt bieten. Genau das macht diesen Film so besonders. Es sind weniger die unheimlichen Szenen, die im Gedächtnis bleiben, als vielmehr solche, in denen es um die Gefühle und Ängste der Figuren geht. Muschetti hat keine Stars besetzt, sondern ausschließlich Newcomer, und es gelingt ihm, jede seiner Hauptfiguren zu einem Charakter zu machen. Trotz seiner Laufzeit von 135 Minuten wirkt „Es“ dabei nie langweilig. Er macht vielmehr große Lust darauf, in zwei Jahren auch die Fortsetzung zu sehen, die sich dann auf die Erwachsenengeschichte konzentriert.

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