Eine fantastische Frau - Una mujer fantastica

Länge:
104 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Sebastián Lelio
Darsteller:
Daniela Vega (Marina), Francisco Reyes (Orlando), Luis Gnecco (Gabo), Aline Küppenheim (Sonia), Nicolas Saavedra (Bruno), Amparo Noguera (Adriana) u. a.
Genre:
Drama
Land:
Chile, Deutschland, 2017

Marina ist transsexuell, hieß früher Daniel und lebt nun glücklich in Santiago de Chile mit dem reichen Anwalt Orlando zusammen. Tagsüber kellnert Marina, abends singt sie in einem Nachtclub. Orlando ist oft im Nachtclub dabei und himmelt sie an. So auch an jenem schicksalhaften Abend, mit dem Sebastián Lelios Film „Eine fantastische Frau“ beginnt. Marina und Orlando sind ein schönes Liebespaar. Er ist aufmerksam und zuvorkommend. Sie genießt das Leben an seiner Seite und die Anerkennung, die sie als Sängerin erfährt. Doch dann kommt es zur Katastrophe: In der Nacht hat Orlando einen Herzanfall und stirbt. Plötzlich ist Marina von Misstrauen und Gewalt umgeben. Die Ärzte, die Orlando behandeln, unterstellen Marina Prostitution. Eine echte Liebesbeziehung zwischen einem arrivierten Mitglied der Gesellschaft und einem Transsexuellen passt nicht in ihr Weltbild. Die Familie, von der sich Orlando wegen Marina getrennt hatte, schlägt nun ebenfalls grausam zurück. Einer der Söhne zwingt Marina, die gemeinsame Wohnung mit Orlando sofort zu verlassen. Die Familie verhindert, dass Marina ihren geliebten Mann noch einmal auf dem Totenbett ansehen darf, verweigern ihr den Besuch der Beerdigung, ja – einige Familienmitglieder und Freunde entführen Marina sogar und werfen sie irgendwo in einem dreckigen Vorort der chilenischen Hauptstadt einfach aus dem Auto. Doch allen Widerständen zum Trotz hält Marina an ihrer Liebe zu Orlando fest und findet so schließlich auch einen eigenen Weg, um mit der veränderten Situation und all den Vorurteilen gegen ihre Lebensweise neu umzugehen.

Mit großer Intensität erzählt Regisseur Lelio Marinas Geschichte und findet in Daniela Vega eine starke Hauptdarstellerin, die beharrlich und mit großer Kraft und stoischer Gelassenheit ihre Würde und menschliche Integrität gegenüber einer feindlichen Umgebung einklagt. Lelio erzählt schnörkellos. Die Szenen sind präzise auf den dramaturgischen Punkt hin inszeniert. Die elektronische Musik von Matthew Herbert unterstreicht die Gemütszustände der Hauptfigur sehr elegant. Die Kamera von Benjamin Echazarreta ist stets nah dran an der Figur und vertieft die Intensität von Lelios Inszenierung. Ein Meisterwerk, das gerade zu Recht den Oscar für den besten ausländischen Film gewann und zudem großen Anklang auf der letztjährigen Berlinale fand.

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Sprachen: Deutsch, Spanisch

Untertitel: Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg., Spa. f. Hörg.

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (9. Woche 2018).