Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt

Prädikat besonders wertvoll
Länge:
104 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 6 Jahren
Kinostart:
07.02.2019
Regie:
Dean DeBlois
Darsteller:
Daniel Axt (deutsche Stimme Hicks), Emilia Schüle (deutsche Stimme Astrid), Lutz Riedel (deutsche Stimme Grimmel), Thomas Nero Wolff (deutsche Stimme Grobian), Martina Hill (deutsche Stimme Valka)
Genre:
Animation , Abenteuer , Action , Jugend
Land:
USA, 2019

Nach dem tragischen Tod seines Vaters im letzten Film bleibt dem jungen Wikinger Hicks nichts anderes übrig, als seine Anführer-Rolle anzunehmen. Dennoch tut er sich mit der Verantwortung, die das Amt des Oberhauptes mit sich bringt, äußerst schwer. Eines Tages attackiert der finstere Drachentöter Grimmel die Insel Berk, die inzwischen fast aus allen Nähten platzt, da Hicks und seine Freunde unaufhörlich eingesperrte Feuerspeier befreien und diese in ihr Dorf holen. Im Angesicht der neuen Bedrohung ringt sich Hicks schweren Herzens dazu durch, mit seinem Gefolge die geliebte Heimat zu verlassen und nach einem mythischen Ort zu suchen, an dem Mensch und Tier angeblich in Frieden zusammenleben können. Die Rechnung haben die Wikinger allerdings ohne den skrupellosen Grimmel gemacht, der sich an ihre Fersen heftet und einen weiblichen Tagschatten auf Hicks‘ besten Freund, den Nachtschatten-Drachen Ohnezahn, ansetzt.


Neun Jahre nach ihrem Start kommt die auf den gleichnamigen Kinderbüchern von Cressida Cowell basierende Animationsreihe „Drachenzähmen leicht gemacht“ zu einem Ende. Einmal mehr schenkt Filmemacher Dean DeBlois, der bei allen Teilen den kreativen Taktstock schwang (im ersten Kapitel noch gemeinsam mit Chris Sanders), seinem Publikum eine optisch berauschende, mit vielen hübschen Details versehene Heldengeschichte, deren fotorealistische Landschaftsbilder einen ständig staunen lassen. Überwältigend wirkt schon der Moment nach dem actionreichen Einstieg, in dem eine große Drachenmeute Kurs auf Berk nimmt und der Himmel in allen nur erdenklichen Farben leuchtet. Eine Freude ist freilich auch das Wiedersehen mit den sympathischen Protagonisten, denen man auf ihrem Weg gerne folgt. Nichtsdestotrotz fällt auf, dass DeBlois einige Elemente und Konflikte – etwa Hicks‘ Zweifel an seinen Führungsqualitäten – fast eins zu eins aus dem Vorgänger übernimmt und manche Handlungsschritte ein wenig holprig zusammenfügt. An den erzählerischen Charme des ersten Films kommt „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ nicht heran, setzt mit dem romantischen Strang rund um Ohnezahn und das Tagschatten-Weibchen aber dennoch einen frischen, witzig-berührenden Akzent und bringt auf diese Weise das Thema „Loslassen“ zur Sprache. Auch wenn inhaltlich etwas mehr möglich und wünschenswert gewesen wäre, ist das dritte Hicks-Abenteuer ein ordentlicher Abschluss für eine recht charmante Animationssaga über das Erwachsenwerden.

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