Die Reise der Pinguine 2

Prädikat wertvoll
Länge:
85 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 8 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 0 Jahren
Kinostart:
02.11.2017
Regie:
Luc Jacquet
Darsteller:
Naturdokumentation, erzählt von Udo Wachtveitl
Genre:
Dokumentation , Tierfilm
Land:
Frankreich, 2017

Zwölf Jahre, nachdem Regisseur Luc Jacquet mit seinem auf der ganzen Welt von 25 Millionen Menschen gesehenen Dokumentarfilm Die Reise der Pinguine einen Oscar gewann, kehrt er in die Antarktis und die Heimat der Kaiserpinguine zurück. Mit im Gepäck auf der beschwerlichen Reise an den Südpol hatte er diesmal neueste Kameratechnik in 4K HD-Auflösung sowie Drohnen und Tauchboote, mit denen sich sowohl aus der Luft als auch unter der meterdicken Eisschicht und bis in 70 Meter Tiefe das Leben dieser Tiere hautnah einfangen ließ. Die zu Recht bemängelten Fehler des ersten Films wurden zum Glück vermieden. Auch wenn die Verhaltensweisen der Kaiserpinguine in Bezug zu ihrem Umgang mit der Brutpflege unverkennbar Assoziationen zu denen des Menschen wecken und sie Jacquet zufolge mit ihrer Silhouette von weitem so sehr „an die eines Menschen erinnern, dass es einen richtig irritiert“, ist der Kommentar, der in der deutschen Fassung von „Tatort-Kommissar“ Udo Wachtveitl gesprochen wird, sehr sachlich und angenehm zurückhaltend. Auf einige der aufgeworfenen Fragen bleibt der Film am Ende sogar eine eindeutige sprachliche Antwort schuldig. Auch das Pathos des ersten Teils wurde zum Glück weitgehend vermieden, wobei die Bewunderung des Filmemachers für diese Tiere dennoch in jedem einzelnen Bild mitschwingt. Wer glaubt, der zweite Teil könne außer weiteren spektakulären Tier- und Naturaufnahmen in einer lebensfeindlich wirkenden Umgebung, die obendrein unmittelbar vom Klimawandel bedroht ist, gegenüber seinem Vorläufer nichts Neues bieten, wird positiv überrascht sein. In Rückblenden erzählte Episoden handeln zwar auch hier von der Wanderung der Kaiserpinguine zu ihren angestammten Brutplätzen, die Partnerwahl und die Behütung der Eier, die auf den Füßen der Pinguine und durch eine kuschelige Bauchfalte vor der extremen Kälte geschützt werden müssen. Doch vorwiegend geht es jetzt darum, wie der bereits geschlüpfte Nachwuchs aufgezogen und auf das Leben im Meer vorbereitet werden kann. Bei dieser Aufzucht wird den Eltern erneut das Äußerste abverlangt, denn abwechselnd haben sie für den großen Nahrungsbedarf der Jungtiere zu sorgen, bis sich nach dem Weggang der ausgezehrten Mutter am Ende die Väter auf den langen Marsch zurück ans offene Meer machen und die Jungtiere, die noch gar nicht wissen, wie gut sie eigentlich schwimmen können, auf Nimmerwiedersehen in ihr eigentliches Element entlassen. So gesehen handelt es sich bei dieser ohne Einschränkung sehenswerten, rundum faszinierenden Naturdokumentation um einen echten Familienfilm im doppelten Wortsinn beziehungsweise gar um ein „Coming of Age-Drama“ unter Kaiserpinguinen.

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10. Woche 2018).