Das Löwenmädchen

Prädikat wertvoll
Länge:
113 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 12 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Vibeke Idsøe
Darsteller:
Rolf Lassgard (Gustav Arctander), Aurora Lindseth Lokka (Eva, 7 Jahre), Mathilde Thomine Storm (Eva, 14 Jahre), Ida Ursin-Holm (Eva als Erwachsene), Kjersti Tveteras (Hanna), Ken Duken (Andrej Bòr) u. a.
Genre:
Drama
Land:
Norwegen, Deutschland, 2016

Eva hat einen schwierigen Start ins Leben. Ihre Mutter stirbt bei der Geburt und ihr Vater lehnt sie ab, weil er sie für ein Monster hält. Und tatsächlich sieht Eva mit der starken Behaarung, die ihren Körper wie ein dichtes Fell umhüllt, ganz und gar ungewöhnlich aus. Als sich die junge Amme Hanna findet, die gerade ihr Kind verloren hat und sich nun im Haus von Evas Vater um das Mädchen kümmert, lernt der Vater jedoch nach und nach, seine Tochter zu akzeptieren. Doch aus Angst vor den Blicken der anderen, die längst von dem seltsamen Kind erfahren haben, setzt er strenge Regeln. Eva darf nicht zu nah ans Fenster gehen, von öffentlichen Feierlichkeiten und der Schule hält er sie fern. Im Alter von sieben Jahren jedoch will Eva sich nicht länger einsperren lassen. Das wissbegierige und kluge Mädchen will hinaus in die Welt. Auch dank Hanna darf Eva immer öfter das enge Haus verlassen – und muss doch schnell erfahren, wie brutal und ablehnend Menschen sein können, wenn sie mit dem Unbekannten konfrontiert werden.

Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren begleitet der Film Eva und erzählt davon, wie sie ihren Platz im Leben und in der Welt sucht. Als wunderbar erlebt sie die Begegnung mit einem gleichaltrigen Jungen, der ihr ungewöhnliches Aussehen ungemein faszinierend findet und sich überhaupt nicht über sie lustig macht, als ebenso schön die Bahnreise mit ihrem Vater, der seine Tochter auch nicht mehr verstecken will. Dagegen jedoch stehen geradezu traumatische Erfahrungen, wenn sie von Ärzten wie ein exotisches Tier untersucht wird oder erkennt, dass es für Menschen, die nicht den Vorstellungen entsprechen, kein Leben innerhalb der Gemeinschaft gibt. So geht es in „Das Löwenmädchen“ immer wieder um die Frage, was eigentlich normal ist und was schön, wie wir mit dem Fremden umgehen und welche Folgen die Ausgrenzung hat. Gemächlich schreitet die Handlung voran. Aber das langsame Tempo stört nicht, sondern trägt viel zu der elegischen Stimmung des Dramas bei, das auf einem Roman von Erik Fosnes Hansen beruht, über weite Strecken in einem verschneiten, kargen Ort in Norwegen spielt und durch seine wunderbaren Landschaftsaufnahmen immer wieder einprägsame Bilder für Evas Geschichte und ihre Gefühle findet.

DVD Extras: Behind the Scenes, Featurette, Trailer

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

Sprachen: Deutsch, Dt. f. Sehg., Norwegisch

Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (9. Woche 2018).