Chaos Walking

Länge:
109 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
17.06.2021
Regie:
Doug Liman
Darsteller:
Tom Holland (Todd), Daisy Ridley (Viola), Mads Mikkelsen(Bürgermeister Prentiss), Kurt Sutter (Cillian), Demián Bichir (Ben), David Oyelowo (Aaron) u. a.
Genre:
Science-Fiction , Action
Land:
USA, 2021

Was dich im Film „Chaos Walking“ erwartet:


Während Netflix mit „Love and Monsters“ kurz zuvor einen überraschend leichtfüßigen Endzeitstreifen abgeliefert hat, zeichnet die erste Verfilmung der „Chaos Walking“-Trilogie von Patrick Ness eine deutlich düsterere Zukunft: Denn auch wenn eine Gruppe von Menschen Zuflucht auf einem fernen Planeten gefunden hat, musste sie mit dem Verlust sämtlicher Frauen einen hohen Preis dafür zahlen. Und die bevorstehende Landung eines weiteren Kolonialschiffs viele Jahre später schürt vielmehr die Gewaltbereitschaft im Dorf, statt eine neue Perspektive zu bieten. Immerhin ist da noch „Spiderman“-Star Tom Holland in der Rolle des jungen Todd, der sich davon nicht mitreißen lässt und für die Rettung einer fremden Frau sein ganzes bisheriges Leben hinter sich lässt.

Er ist es nämlich, der die Kundschafterin des Kolonialschiffs nach ihrer Bruchlandung im Wald findet und dabei hilft, sie ins Quartier des Bürgermeisters zu bringen. Doch nachdem ihm bewusst wird, dass der nichts Gutes im Sinn hat, hilft er ihr bei der Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf den beschwerlichen Weg in eine entfernte Siedlung, von der Todd jetzt erst von seinem Vater erfährt, dass es sie überhaupt gibt. Dort finden sie hoffentlich Schutz und eine Möglichkeit, das Raumschiff zu warnen. Während der Reise findet er immer mehr über die düstere Vergangenheit seines Dorfes heraus. Und auch sonst ist das alles für ihn ein vollkommen neues und herausforderndes Erlebnis: Schließlich ist es das erste Mal seit seiner frühesten Kindheit, dass er einer Frau begegnet. Eine Besonderheit dieses Planeten macht die Sache dabei nicht gerade einfacher: dass man die Gedanken der Männer in Form des sogenannten „Lärms“ um ihre Köpfe herum hören und sehen kann. Sie weiß also die meiste Zeit über, was er denkt, während Todd selbst nicht die geringste Ahnung hat, was in seiner Begleiterin vor sich geht. Dieser „Lärm“, der letztendlich noch in mehrfacher Hinsicht eine große Rolle spielen wird, ist ein spannendes Element – aber tatsächlich beim Zuschauen erstmal etwas unangenehm.


Lohnt sich ein Blick in „Chaos Walking“ für mich?


„Chaos Walking“ startet ganz im Sinne des Titels eher chaotisch und es braucht eine Weile, um sich an das Stimmgewusel und die ermahnenden Sprüche dazu („Kontrolliere deinen Lärm!“) zu gewöhnen. Nach den ersten zwanzig bis dreißig Minuten sind wir dann voll drin und können die Erzählgeschwindigkeit genießen. Denn in dieser Hinsicht liefert „Chaos Walking“ definitiv ein paar schöne Offenbarungen und Wendepunkte, rasante Action-Szenen und dazu ein paar vereinzelte humoristische Einlagen im sympathisch-unsicheren Umgang von Todd mit seiner von Daisy Ridley gespielten Begleiterin. Nur die Seite der „Schurken“ wirkt leider etwas klischeehaft und unglaubwürdig. Ein Aspekt, der hoffentlich bei einer möglichen Fortsetzung besser angepackt wird. Wir dürfen gespannt sein.

Marius Hanke

Anbieter

FilmverleihSTUDIOCANAL Home Entertainment