Bumblebee

Länge:
114 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
20.12.2018
Regie:
Travis Knight
Darsteller:
Hailee Steinfeld (Charlie), John Cena (Agent Burns), Jorge Lendeborg Jr. (Memo), Pamela Adlon (Charlies Mum), Jason Drucker (Otis), Stephen Schneider (Ron) u. a.
Genre:
Action , Science-Fiction , Abenteuer , Familienfilm
Land:
USA, 2018

Nach dem vollkommen übertriebenen Action-Spektakel von „Transformers 5: Last Knight“ fährt die Reihe nun einen gehörigen Gang herunter und der ehemalige Rapper Travis Knight übernimmt die Regie. In einer gefühlvoll-amüsanten Mischung aus Coming-of-Age-Feeling und Action-Film erzählt er die Geschichte von Bumblebee, der als Erster der Gruppe Zuflucht auf der Erde findet und hier noch vor der Begegnung mit Cade eine besondere Freundschaft schließt.

Weil der Kampf um Cybertron für den Moment aussichtslos erscheint, fliehen die Autobots vor den zerstörerischen Decepticons. Dabei schickt Optimus Prime Mitstreiter B-127 als ersten Kundschafter zum weit entfernten Planten Erde, um dort unbemerkt eine neue Basis zu errichten. Doch er wird von einem Decepticon verfolgt und außer Gefecht gesetzt – kann den Angreifer aber gerade noch erledigen und seinen Maschinenkörper tarnen, bevor die fehlerhaften Systeme schließlich runterfahren. Einige Zeit später entdeckt die junge Charlie auf dem Schrottplatz einen abgeranzten VW-Käfer. Sie wünscht sich schon lange einen eigenen Wagen und da gerade ihr 18. Geburtstag ansteht, kann sie den Besitzer dazu überreden, ihr das Auto zu überlassen. Entgegen aller Erwartungen bekommt sie den gelben Käfer sehr schnell wieder fahrtüchtig – nur dass sie dann feststellen muss, was sich wirklich hinter dem Fahrzeug verbirgt. Denn als sie gerade das Fahrwerk untersucht, blicken ihr plötzlich zwei große Augen entgegen. Und Sekundenbruchteile später sieht sie sich einem verschreckten Maschinenwesen gegenüber, das sich nur durch Gesten verständlich machen kann. Nach einem ersten Kennenlernen schließt sie den Autobot ins Herz und tauft ihn auf den Namen Bumblebee – weil er so niedlich brummt wie eine Hummel. Gemeinsam mit dem Nachbarsjungen Memo gibt der außergewöhnliche Gefährte ihr neues Selbstvertrauen. Da die Decepticons ein Warnsignal erhalten haben und inzwischen auf dem Weg zur Erde sind und auch das Militär sich einschaltet, schlittern die drei schon bald in ein rasantes Abenteuer, in dem es am Ende um nicht weniger als die Rettung der Welt geht.

Es ist sehr angenehm, die Transformers mal ein wenig ruhiger zu erleben – und zur Abwechslung auch mal wieder in unter zwei Stunden Filmlänge. „Bumblebee“ trägt zwar immer noch den schräg angehauchten Action-Stempel der Reihe, zeigt aber auch eine überraschend zartfühlige Seite: So tauchen wir ein in den alltäglichen Struggle einer langsam erwachsen werdenden Teenagerin, die seit dem Tod ihres Vaters als leicht schrullige Außenseiterin durchs Leben geht und nun das Potenzial zur markanten Heldin beweist. Und wir werden Zeuge einer ungewöhnlichen Freundschaft, wie sie wohl spätestens seit ET immer wieder gerne auf die Leinwand gezaubert wird - natürlich wie gewohnt garniert mit lockeren Sprüchen und einem kleinen Dip Selbstironie. Spätestens wenn Bumblebee dann plötzlich mitten durch Charlies Elternhaus tänzelt wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, ist der Film wirklich extrem witzig. Für zwei Stunden lockere Unterhaltung mit schönen Herzensmomenten absolut lohnenswert.

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