Beasts of the Southern Wild

Film: Beasts of the Southern Wild
Länge:
93 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Benh Zeitlin
Darsteller:
Quvenzhané Wallis, Dwight Henry, Levy Easterly, Lowell Landes, Pamela Harper u. a.
Genre:
Drama , Fantasy , Literaturverfilmung
Land:
USA, 2012

Im amerikanischen Bundesstaat Louisiana haben sich zwei Parallelwelten entwickelt: auf der einen Seite von Dämmen abgeschirmte Ölraffinerien, die ihre Umwelt verschmutzen, dicht daneben abgeschiedene Sumpfgebiete, in denen sich der arme Teil der Bevölkerung mit Fischfang und Landwirtschaft mühsam über Wasser hält. Dort lebt die sechsjährige Hushpuppy zusammen mit ihrem schwer herzkranken Vater, nachdem die Mutter einfach „davon geschwommen“ ist, wie er es ausdrückt. In ihrer blühenden Fantasie malt sich Hushpuppy aus, wie längst ausgestorbene Auerochsen sich aus dem ewigen Eis erheben und eine Spur der Verwüstung über das Land ziehen, denn sie hat in der Schule von der bevorstehenden Klimakatastrophe gehört. Tatsächlich wird die Region bald von einem schweren Wirbelsturm heimgesucht, den Vater und Tochter mit Mühe und Not überleben. Das ganze Land ist überflutet und Rettung scheint nur in Sicht, wenn die Bewohner heimlich einen der Dämme sprengen. Kurz darauf werden die Überlebenden der Katastrophe in ein Auffanglager gebracht, in dem Hushpuppy erfährt, dass ihr Vater bald sterben wird. Und wieder ist es ihre Fantasie, die ihr die Kraft zum Überleben gibt und sie auf die Suche nach ihrer Mutter führt.

Das Spielfilmdebüt von Benh Zeitlin entstand nach einem Theaterstück von Lucy Alibar, die auch am Drehbuch mitgearbeitet hat. Es wurde mit Laiendarstellern realisiert, darunter auch der erst neunjährigen Quvenzhané Wallis, deren darstellerische Tour de Force in menschlichen Extremsituationen – etwa dem Erleben eines Wirbelsturms in einer baufälligen Hütte – allein schon den Film zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Dies umso mehr, als hier die Mythologie einer Region mit beinahe dokumentarisch wirkenden Szenen aus dem Alltag der Bewohner, die Fantasien eines Kindes mit der Magie einer kaum bekannten Region sowie zweier gegensätzlicher Lebenswelten ineinandergreifen, das Staunen lernen und für mitunter auch verstörende Überraschung sorgen. Er wurde auf Internationalen Filmfestivals von Sundance bis Cannes mit Fach- und Publikumspreisen ausgezeichnet und war 2013 auch für vier Oscars nominiert als Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin und Bestes adaptiertes Drehbuch.

Holger Twele

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18. Woche 2013).