Avengers 4: Endgame

Länge:
181 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
24.04.2019
Regie:
Joe Russo, Anthony Russo
Darsteller:
Chris Avens (Captain America), Brie Larson (Captain Marvel), Robert Downey junior (Iron Man), Chris Hemworth (Thor), Scarlett Johansson (Black Widow), Jeremy Renner (Hawkeye), Paul Rudd (Ant-Man), Karen Gillan (Nebula) u. a.
Genre:
Fantasy , Science-Fiction , Action
Land:
USA, 2019

Nachdem die Marvel Studios mit bisher 21 Spielfilmen ihr Marvel Cinematic Universe (MCU) aufgebaut und durch Serien ergänzt haben, führt „Avengers: Endgame“ nun zahlreiche Storyfäden zu einem spannenden Endkampf zusammen – und trumpft dabei wie erwartet in jeglicher Hinsicht auf. Für Fans der Superheldentruppe wird sich die Frage überhaupt nicht stellen, aber auch für alle anderen sei gesagt: Klare Empfehlung, denn der Film ist selbst mit rudimentärem Backgroundwissen ein Paradebeispiel dafür, was sich in einem überdimensionierten Action-Fantasy-Spektakel alles anstellen lässt. Nur der Einstieg vollzieht sich überraschenderweise etwas träge:


Nachdem Stark und Nebula im letzten Moment von der gerade erst frisch aufgetauchten Captain Marvel aus ihrem verloren herumschwirrenden Raumschiff gerettet werden, finden sich die verbleibenden Avengers im Hauptquartier zusammen und blasen Trübsal über das eigene Versagen. Dann eröffnet sich doch noch eine Gelegenheit, Thanos aufzuspüren und außer Gefecht zu setzen – nur nützt das leider überhaupt nichts: Denn nachdem Thanos mithilfe der Infinity-Steine die Hälfte aller Lebewesen ausgelöscht hat, hat er auch die Steine zerstört. Die Avengers haben also keine Möglichkeit, die Geschehnisse rückgängig zu machen.


Also vergehen fünf trübselige Jahre im kurzen Moment einer Bildschirmblende. Die Erde hat sich langsam wieder etwas gefangen, doch die Stimmung ist weiterhin hoffnungslos und die Avengers sind längst nicht mehr das große Team von damals. Bis plötzlich Ant-Man wie aus dem Nichts auftaucht mit der wahnwitzigen Idee, über die Quantenebene in der Zeit zurückzureisen – wodurch sie zwar nicht die Gegenwart verändern, aber zumindest die Infinity-Steine holen können.


Und spätestens jetzt kommt ein Drive in den Film, der bis zum Ende richtig Laune macht. Denn mit parallelen Missionen in verschiedene Zeiten finden sich die Avengers nun in Szenen aus vergangenen Filmen wieder und das große MCU-Puzzle fügt sich weiter Stück für Stück zusammen. Dabei wird es natürlich auch wieder spaßig, wenn beispielsweise der mittlerweile sehr zivilisiere Hulk mit seinem wutentbrannten Vergangenheits-Ich konfrontiert wird oder wenn Thor nach fünf Jahren Frust-Saufen als hammerschwingender Big Lebowski wieder in den Ring steigt. Und natürlich bei so gut wie allem, was der frechste Waschbär aller Galaxien Rocket von sich gibt. „Avengers: Endgame“ zündet mit seinen zahlreichen Story-Kniffen ein wahres Synapsen-Feuerwerk in unseren Köpfen, lässt seine charmant-turbulente Action-Parade schließlich in einem epischen Finale zwischen Herr-der-Ringe-Schlacht und Quidditch in Wow-Momenten nur so explodieren und bugsiert uns gleichzeitig durch ein Spiegel-Labyrinth aus tieftraurigen und wunderschönen Momenten, das ganze Kino-Säle in herzzerreißendes Schluchzen ausbrechen lässt. Eine im wahrsten Sinne des Wortes filmreife Leistung der Regisseure Anthony und Joe Russo („Avengers: Infinity War“, „The Return of the First Avenger“) gemeinsam mit einem einzigartigen Star-Aufgebot.

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