Aquaman

Länge:
143 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Kinostart:
20.12.2018
Regie:
James Wan
Darsteller:
Jason Momoa (Arthur Curry/Aquaman), Amber Heard (Mera), Patrick Wilson (Orm), Nicole Kidman (Atlanna), Willem Dafoe (Vulko), Temuera Morrison (Tom Curry)
Genre:
Action , Abenteuer , Fantasy
Land:
USA, 2018

Im Jahr 1985 rettet der Leuchtturmwärter Tom Curry der Atlantis-Königin Atlanna das Leben und verliebt sich nur wenig später in die Unterwasserherrscherin. Das ungleiche Paar bekommt schließlich einen Sohn namens Arthur, kann sein neues Glück allerdings nicht lange auskosten. Als die Familie von einem Soldatentrupp aus Atlantis angegriffen wird, sieht sich Atlanna gezwungen, in ihre Heimat zurückzukehren. Nach dem Fortgang seiner Mutter wächst der kleine Arthur zu einem muskelbepackten Draufgänger heran, der seine übernatürlichen Fähigkeiten regelmäßig nutzt, um Menschen aus Gefahren- und Notlagen zu befreien. Dass ihm eigentlich der Thron von Atlantis zusteht, interessiert den jungen Mann nur wenig. Wider Willen muss er sich jedoch eines Tages seinem Schicksal stellen, da sein Halbbruder Orm alles daran setzt, die Armeen der sieben Unterwasserreiche zu vereinen und einen Krieg gegen die an der Oberfläche lebende Bevölkerung anzuzetteln. Gemeinsam mit der furchtlosen Prinzessin Mera und seinem alten Lehrmeister Vulko, einem engen Vertrauten seiner Mutter, schickt sich Arthur alias Aquaman an, Orms finstere Pläne zu vereiteln.

Die Schwemme an Superheldenabenteuern in den letzten Jahren hat vor allem eines gezeigt: Zahlreiche Erzählbausteine wiederholen sich immer häufiger. Auch „Aquaman“, der mittlerweile sechste Beitrag des bislang allenfalls durchwachsenen DC-Filmuniversums, würfelt diverse bestens vertraute Elemente und Motive zusammen und ordnet sie auf eher formelhafte Weise an. Familiäre Konflikte, Schuldgefühle und handfeste Rachegedanken spielen eine Rolle. Große emotionale Anteilnahme weckt die zumeist überraschungsarme, wie ein Parcours aufgezogene Heldenreise der Titelfigur allerdings nicht. Spannende Gedanken – etwa Kritik an der Verunreinigung der Meere durch den Menschen – werden angerissen, bleiben letztlich aber nur Fußnoten in einer vor allem auf Überwältigung ausgerichteten Story. Aquaman und die keineswegs bloß als Stichwortgeberin auftretende Mera bilden ein schlagkräftiges, sympathisches Protagonisten-Duo, dessen augenzwinkernde Wortgefechte trotz einiger arg bemühter Pointen recht unterhaltsam ausfallen. Optisch weiß der neue DC-Blockbuster mit einer Reihe schillernder Unterwasserimpressionen und seinen variantenreich-markanten Kostümen überwiegend zu gefallen. Besonders erwähnenswert ist sicherlich auch die dynamische, zuweilen halsbrecherische Kameraarbeit von Don Burgess, der das Publikum – unter anderem während einer fulminanten Actionsequenz in Sizilien – im wahrsten Sinne des Wortes mitreißt. Die oft dick auftragende Inszenierung bricht Regisseur James Wan (Conjuring 2, Fast & Furious 7, Insidious: Chapter 2) gelegentlich ironisch auf, hätte den Overkill-Modus aber besonders im mit Computereffekten vollgestopften Finale ein wenig drosseln können.

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